Fieberthermometer unter der Lupe


Was misst am besten?
Fieberthermometer unter der Lupe
Aleksandra Suzi/shutterstock.com

Fieber lässt sich heute auf vielerlei Arten messen: Im Ohr, an der Stirn, im Po oder im Mund – und sogar ganz kontaktlos. Ob eine Methode besser ist als andere und welche Thermometer am zuverlässigsten messen, hat nun Stiftung Warentest geprüft.

20 Thermometer im Praxistest

Acht digitale Stabthermometer, sechs Ohr- bzw. kombinierte Ohr-Stirn-Thermometer und sechs kontaktlose Infrarotmodelle hat Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Weil den Prüfer*innen die Handhabung und die Messgenauigkeit unter normalen Alltagsbedingungen wichtig war, ließen sie mit jedem Thermometer verschiedene Vergleichsmessungen durchführen. So maßen zehn Erwachsene sowohl ihre eigene Körpertemperatur als auch die von zehn Kindern. Zur Kontrolle bestimmten zusätzlich noch Fachkräfte die Temperaturen mit den Testthermometern.

Stabthermometer: einfach, billig, gut

Mit den Stabthermometern wurde im Mund gemessen. In puncto Messgenauigkeit und Handhabung bekamen alle ein „sehr gut“ oder „gut“. Neben der Messgenauigkeit gibt es weitere Vorteile: Stabthermometer sind leicht zu reinigen und günstig. Ein gutes Fieberthermometer gibt es laut Stiftung Warentest schon für 6 Euro. Einen kleinen Malus haben einige Stabthermometer trotzdem: Sie enthalten allergieauslösendes Nickel in der Messspitze. Auf Nachforschung von Stiftung Warentest können Expert*innen jedoch entwarnen. Die Kontaktzeit mit der Messspitze sei selbst für Nickelallergiker*innen zu kurz, um gesundheitsgefährdend zu sein.

Ohrthermometer: schneller, aber teurer

Ohr- und Stirnthermometer zeigen das Messergebnis schneller als die Stabthermomter (2 bis 4 Sekunden vs. 15 Sekunden). Dafür sind gute Messgeräte mit mindesten 26 Euro Kosten deutlich teurer. Was Handhabung und Messgenauigkeit betrifft, unterscheiden sich die getesteten Geräte. Thermoscan 6 von Braun bekam ein „gut“ in Handhabung und Messgenauigkeit. Andere Geräte lieferten widersprüchliche Ergebnisse in den Vergleichstests. Auch zwei Kombigeräte für Stirn und Ohr bewertete Stiftung Warentest im Gesamturteil mit „gut“ (Medisana und Reer). Bei anderen ließ sich dagegen die Messgenauigkeit nicht bestimmen.

Kontaktlos häufig ungenauer

Kontaktlose Thermometer messen die ausgestrahlte Infrarotstrahlung an der Stirn ohne direkt auf die Haut aufgesetzt zu werden. Sie schnitten im Durchschnitt schlechter ab als die Stabthermometer oder Ohr/Stirnthermometer. Nur ein Gerät erhielt bei Messgenauigkeit und Handhabung in der Praxis ein „gut“ (Easypix-Thermogun). Die anderen getesteten Kontaktlosen wurden nur als „befriedigend“ oder „ausreichend“ bewertet.

Messfehler vermeiden!

Das beste Thermometer bringt jedoch wenig, wenn es falsch angewendet wird. Deshalb ist für jedes Gerät die Gebrauchsanweisung gründlich zu studieren. Zusätzlich gibt Stiftung Warentest diese Tipps fürs Messen:

  • Akklimatisieren! Nach anstrengendem Sport oder Aufenthalt in der Kälte vor dem Messen eine halbe Stunde bei Raumtemperatur akklimatisieren.
  • Messen im Po. Goldstandard für die Messung mit dem Stabthermometer ist die Messung im Po. Dafür sollte die Thermometerspitze mit einer fetthaltigen Creme bestrichen und etwa ein bis zwei Zentimeter eingeführt werden. Danach Hände und Thermometer gründlich mit einem Desinfektionsmittel reinigen.
  • Messen im Mund. Wird im Mund gemessen, ist darauf zu achten, dass das Thermometer hinten unter der Zunge positioniert wird. Damit die Temperatur stimmt, ist es wichtig, vorher nichts Kaltes oder Warmes zu essen.
  • Messen im Ohr. Für genaue Messwerte muss der Sensor die Wärmestrahlen des Trommelfells auffangen. Dafür muss der Gehörgang etwas „begradigt“ werden. Das lässt sich erreichen, indem man das Ohr leicht nach hinten oben zieht und dann den Sensor in den Gehörgang schiebt.
  • Messen an der Stirn. Ob kontaktlos oder mit Stirnthermometer, die Stirn muss für die Messung sauber und trocken sein. Schweiß und Schmutz beeinflussen die Infrarotstrahlung und damit das Messergebnis. Ein Stirnthermometer wird für die Messung direkt auf die Haut aufgelegt, kontaktlose Geräte mit einem Abstand von etwa 2 bis 3 Zentimeter entfernt gehalten.

Quellen: Stiftung Warentest, ptaheute

News

Wann zum HIV-Test?
Wann zum HIV-Test?

Warnsignale beachten

Moderne Medikamente haben die HIV-Infektion zu einer behandelbaren Erkrankung gemacht. Die Chancen sind am besten, wenn die Infektion früh erkannt und therapiert wird. Doch welche Beschwerden sind verdächtig und wann macht ein Test Sinn?   mehr

Was hilft gegen den Husten?
Was hilft gegen den Husten?

Schleimlöser oder Hustenstiller?

Husten ist ein sinnvoller Reinigungsmechanismus. Dennoch beeinträchtigt er häufig den Nachtschlaf, trägt zur Abgeschlagenheit bei und mindert die Leistungsfähigkeit. Welche Arzneimittel zur Linderung des lästigen Erkältungssymptoms gibt es?   mehr

Tabletten und Kapseln richtig abschlucken
Tabletten und Kapseln richtig abschlucken

Einnahme-Regeln beachten

Einfach in den Mund und runter damit? Nicht ganz – denn beim Schlucken von Tabletten und Kapseln sind einige Regeln zu beachten.   mehr

Warnzeichen für Diabetes bei Kindern
Warnzeichen für Diabetes bei Kindern

Notfall vermeiden!

Ständig Pipi machen, dauernd Durst und immerzu müde: Zeigt ein Kind diese Anzeichen, kann ein Diabetes mellitus dahinterstecken. Der muss so schnell wie möglich erkannt und behandelt werden. Passiert das nicht, droht eine lebensgefährliche Stoffwechselentgleisung.   mehr

Fruchtbarkeit beim Mann steigern
Fruchtbarkeit beim Mann steigern

Unerfüllter Kinderwunsch?

Wenn´s mit dem Kinderwunsch nicht klappt, liegt das häufig auch am Mann. Was lässt sich tun, um die männliche Fruchtbarkeit zu verbessern?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ratgeber Thema im Dezember

So bleibt kein Auge trocken

So bleibt kein Auge trocken

Von Augentropfen bis Lid-Op

Sie jucken, brennen und schmerzen – trockene Augen haben es wirklich in sich. Hinzu kommt: Werden tr ... Zum Ratgeber
Alte Apotheke in Rissen
Inhaber Stefan Moog
Telefon 040/81 22 03
Fax 040/41 11 57 77
E-Mail alte-apotheke-rissen@gmx.de