Durchbruch in der Krebs-Therapie


Neuer Wirkstoff bei Hautkrebs
Durchbruch in der Krebs-Therapie

In Deutschland erkranken jährlich rund 16.000 Menschen an schwarzem Hautkrebs. Dieser zeigt sich in Form von entarteten Pigmentflecken, den so genannten malignen Melanomen, auf der Haut. Nun wurde ein neuer Wirkstoff auf dem europäischen Markt zugelassen: Vemurafenib. Er hilft, die Lebensdauer der Betroffenen zu verlängern.

Den Tumor eindämmen

Über drei Jahrzehnte suchten Forscher nach einem Durchbruch in der Therapie bei fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs. Chemotherapie und Operationen besiegen den Tumor nur selten. Nun setzen Ärzte Hoffnung in den seit Februar 2012 zugelassenen Wirkstoff Vemurafenib. Dieser hemmt das Tumorwachstum und kann dadurch die Lebensdauer Betroffener verlängern. Doch nur etwa die Hälfte aller Patienten kann damit behandelt werden. Eine wichtige Voraussetzung ist eine bestimmte Mutation des malignen Melanoms: die BRAF-V600-Mutation. Das BRAF-Eiweiß fördert das Zellwachstum im Körper. In der mutierten Form begünstigt es ein unkontrolliertes Wachstum von Zellen und somit die Entstehung von Krebs. Der Patient muss sich erst auf diese Mutation testen lassen, um eine zielgerichtete Therapie zu erhalten.

In einer Studie mit 675 Patienten, die an einem maligen Melanom litten, wurde die herkömmliche Chemotherapie mit der Einnahme von Vemurafenib verglichen. Nach sechs Monaten Therapie mit Vemurafenib lebten noch 84 Prozent der Betroffenen. In der Gruppe der mit Chemotherapie behandelten lebten nur noch 64 Prozent.

Heilung nicht möglich

„Man sieht in aller Regel bereits nach ein bis zwei Wochen, dass die Tumore schrumpfen. Die Metastasen werden kleiner und Patienten, die zuvor tumorassoziierte Symptome hatten, werden praktisch beschwerdefrei“, erklärt Studienleiter Axel Hausschild. Der Wirkstoff kann die Krankheit jedoch nur verzögern und nicht aufhalten. Früher oder später entwickelt der Körper eine Resistenz gegenüber Vemurafenib. Das bedeutet, dass das Medikament nach einiger Zeit nicht mehr wirkt.

Die häufigsten Nebenwirkungen des Wirkstoffs sind Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Müdigkeit und eine Lichtüberempfindlichkeit.

News

Depressionen bei Kindern erkennen
Depressionen bei Kindern erkennen

Reizbar, weinerlich oder freudlos

Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden.   mehr

7 Lebensretter bei allergischem Schock
7 Lebensretter bei allergischem Schock

Gefahr durch Milch oder Erdnuss?

Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie kann ein Besuch im Schnellimbiss oder Restaurant lebensgefährlich werden. Um für einen allergischen Schock gewappnet zu sein, haben Betroffene meist einen Adrenalinpen dabei. Folgende sieben Tipps helfen, den Notfall zu beherrschen.   mehr

So schlafen Schichtarbeitende besser

Mann liegt mit Schlafmaske im Bett.

Erst Lichtdusche, dann Sonnenbrille

Viele Schichtarbeiter*innen leiden unter Schlafproblemen und ständiger Müdigkeit. Doch es gibt einige Strategien, mit denen man dagegen angehen kann.   mehr

Früherkennung ist Trumpf
Früherkennung ist Trumpf

Neugeborenenscreening wird erweitert

Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.   mehr

Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung
Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung

Reisen in Risikogebiete

Von Thailand bis in die Karibik: Denguefieber-Infektionen drohen in zahlreichen Reisegebieten. Bisher empfiehlt die STIKO die Impfung nur Personen, die sich bereits einmal damit infiziert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Reisemedizin sieht das anders.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Mai

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Temperaturalarm im Kinderzimmer

Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberk ... Zum Ratgeber
Alte Apotheke in Rissen
Inhaber Stefan Moog
Telefon 040/81 22 03
Fax 040/41 11 57 77
E-Mail alte-apotheke-rissen@gmx.de